It Might Get Loud – Der Film

Es war der berühmte Filmproduzent und Regisseur Davis Guggenheim, der für die Produktion des Films „Eine unbequeme Wahrheit“ den Oscar gewonnen hat.

Ein anderes, viel gelobtes Werk Guggenheims ist der Film „It might get loud“.

Es handelt sich dabei um eine faszinierende Dokumentation, in welcher drei der größten Rocklegenden, bzw. drei Rockgitarristen der Musikgeschichte im Januar 2008 zu einem Gipfeltreffen in den USA in einem Studio zusammenfinden und jammen. Zusätzlich erklärt jeder für sich seine Sicht und seine persönlichen Erfahrungen der Geschichte des Rockbusiness der ca. letzten 60 Jahre. Die E-Gitarre spielt dabei die größte Rolle.

Bei den drei Musikern handelt es sich um keine Geringeren als die Legenden Jimmy Page (geboren 1944) von Led Zeppelin, The Edge (geboren 1961) von U2 und Jack White (geboren 1975) von den White Stripes. Genau das macht auch das Interessante an dieser Rockumentary aus: drei unterschiedliche Generationen kommen zusammen, musizieren gemeinsam und erzählen ihre Geschichten mit vielen interessanten Details.

Jeder der Protagonisten reist in der ansprechenden Dokumentation noch einmal an einen bedeutenden Ort seiner Vergangenheit. Jimmy Page reist zum Beispiel an den Ort, an welchem der Welthit „Stairway to heaven“ entstand. The Edge – seinerseits Ire – stellt in Dublin eine geradezu historische Aufnahme des Klassikers „Where the Streets Have No Name“ vor. Ausgerechnet Jack White als Jüngster im Bunde beschreibt in Tennessee die Einflüsse des Blues auf seinen Musikstil. Jack White ist es übrigens auch, der aus einfachsten Alltagsgegenständen in Anwesenheit der Kamera eine Gitarre bastelt und dieser dann tatsächlich Töne entlockt. Der geneigte Zuschauer bekommt Szenen zu sehen, die zuvor noch nie gezeigt wurden.

Nicht nur für Menschen die selbst Gitarre spielen ist dieser Film ein wahrer Genuss. Guggenheim hat die Dokumentation mit sehr vielen faszinierenden Details aus der Vergangenheit und Gegenwart gespickt, so dass man sofort gespannt den Gesprächen und Klängen lauscht und mit Freude in die Geschichte des Rock & Roll eintaucht. Die Zeit vergeht dabei wie im Flug.

Der absolut abwechslungsreiche Film, von dem manch Kritiker behauptet er ersetze sogar ein Semester Musikwissenschaft, feierte 2008 auf dem Toronto International Filmfestival Premiere. In Deutschland war der Film erstmals 2009 zu sehen.